Die EMP Plattenkiste zum 24. Januar 2013
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Die EMP Plattenkiste ist zurück. Pickepacke voll mit feinstem Aufschnitt aus der Musikwelt gehen wir auf das Ende des Monats Januar zu. Schon wieder quasi ein Zwölftel des Jahres ist geschafft und die Glückwünsche zum neuen Jahr nehmen nun auch endlich ab. Was hat man sich wieder das Maul fusselig geredet und jedem die Hand geschüttelt, der sich bis Mitte Januar nicht blicken gelassen hat. Nun ist Schluss. Auch wir haben Besseres zu tun, da nun auch die Veröffentlichungen wieder dichter werden und man sich durch einen wahren Berg an Platten kämpfen muss. Nur um aus diesem dann unsere Highlights der Woche heraus zu suchen. So starten wir mit der EMP Plattenkiste für den 24. Januar 2014.
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Mit Abstand das Beste, was die Herren jemals gemacht haben!
Beginnen wollen wir direkt mit dem Brett „Ghost Empire“ von Caliban. Ja, Metalcore steht irgendwie immer noch auf dem Banner der Band, wobei man sich hier echt nun neue Kategorien einfallen lassen muss. Metalcore war früher voll Fahrt voraus und quasi das Abholzen von Allem, was da so im Wege steht. Ja, das machen Caliban mit dem neuen Werke auch noch, was eben raffiniert. So ballert „King“ einem direkt in die Fresse, dass man denkt, Robb Flynn von Machine Head steht nun am Mikro. Aber es ist weiterhin Andy, der sich stimmlich - und das direkt durch das ganze Album - enorm weiterentwickelt hat. Mit solchen Hits wie „Wolves And Rats“ beweist man aber, dass man epische Bogen schlagen kann, die es in sich haben. Keine Frage, ab dem Mittelteil bekommt man Gänsehaut am ganzen Körper. Mit „nebeL“ konnte man Basti Basti von Callejon verpflichten, der der deutschen Nummer die gewisse Note verleiht, ohne dabei Caliban das Zepter aus der Hand zu reissen. „Good Man“ dagegen ist eine Ballade, die sich zu einem Tier entwickelt und man muss neidlos sagen, dass Caliban sich mit diesem Album übertroffen haben. Vergesst die alten Werke - OK, stellt sie mal hinten an - und lasst euch auf „Ghost Empire“ ein. Ein Album, welches man so sicher niemals erwartet hätte, aber dankend annimmt.
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Smoke Blow war gestern. Nun regiert Cohen!
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Ein Album mit enormen Tiefgang. Against Me! haben genug zu erzählen.
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Kommen aus UK, passen musikalisch aber nicht auf die Insel.
Skindred passen von ihrer musikalischen Richtung ungefähr so gut nach UK wie der Teufel in die Kirche. Der offensichtliche Reggae-Einfluss passt einfach nicht zu der wolkenverhangenen Insel. Aber nun gut: Skindred sind nun mal vom benachbarten Inselstaat. Mit „Kill The Power“ und 12 Songs hauen sie wieder ein Mischung aus Metal, Rock, Reggae, aber auch Elektro auf den Markt. Eine musikalische Reise der besonderen Art, wie man merkt. Manch einer wird sich schwer tun, denn es bedarf mehr als einem Ohr um den roten Faden bei diesem Album zu finden. Aber wieso leicht, wenn es auch schwierig geht. Skindred wirken über das ganze Album hinweg eingespielt, fett und bestechend. So sehr sich die Songs in ihrem Genre auch unterscheiden mögen, so sehr vermittelt dieses Album, dass eine Band keine festgefahrenen Musikgrenzen braucht, wenn man doch Alles haben kann. Und nun schenken Skindred euch Alles mit „Kill The Power“.
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Mal nebenbei eine EP, die manche Band niemals schaffen würde. Periphery!
Last, but not least noch eine Kleinigkeit, die ein wahres Monster ist. Periphery hauen mit der EP „Clear“ mal kurz einen Brocken raus, der in seiner Komplexität, Eingängigkeit und der ganzen Aufmachung so manches vollwertiges Album in den Schatten stellt. Wenn „Overture“ angespielt wird, ist man direkt sprachlos. Klassisch angehaucht, mit dezentem Schlagzeug und harmonischen Gitarren wirkt die Einleitung wie die Aufwärmübung für die kommenden 6 Songs. „The Summer Jam“ ist dann wieder typisch Periphery und Djent wie man es gewohnt ist. „Feed The Ground“ hat das Zeug zum Song des Jahres. Mit 4:38 Minuten schraubt man sich in das Großhirn um sich dort auf die nächsten 30 Jahre zu verkeilen. „The Parade Of Ashes“ stampft, „Extraneous“ kommt instrumental daher und „Pale Aura“ ist wohl der perfekte Ausklang für dieses Werk. Das Wahnsinnige an der Geschichte ist, dass jedes Bandmitglied einen Song zu verantworten hat um aufzuzeigen, welche Gegensätze, aber auch Gemeinsamkeiten hier aufeinander treffen. Und das Beste kommt zu Schluss: Die „Clear“ EP ist nur mal nebenbei ein Happen, um die Wartezeit auf das nächste Album zu verkürzen.
Tags: Against Me! Transgender Dysphoria Blues Caliban Clear EP Erik Cohen Ghost Empire Kill The Power Nostalgie fuer die Zukunft Periphery Skindred | permalink